Aus der Geschichte der Kirchgemeinde Stammheim


Mittelalter – «Zeitalter des Glaubens»

Anno 761 schenkte der freie Alemanne Isanhart dem Kloster St. Gallen seinen Hof um einen symbolischen Gegenwert: „ein Pferd und ein Schwert“. In der Schenkungsurkunde ist Stammheim zum erstenmal schriftlich erwähnt. Fortan waren die Geschicke des Stammertales während über 1000 Jahren mit der Geschichte des Klosters St. Gallen verflochten.

Von einer Kirchgemeinde Stammheim lässt sich allerdings Jahrhunderte lang noch nicht sprechen, denn heutige politische Strukturen waren im Mittelalter unbekannt. Der reiche Streubesitz des Klosters St. Gallen erstreckte sich über die Ostschweiz und Gebiete nördlich des Bodensees. Die Pfarrei Stammheim umfasste neben den Taldörfern zeitweise auch Schlattingen, Willisdorf und die Hälfte von Basadingen sowie Uerschhausen und Nussbaumen. Karl der Dicke, ein Urenkel Karls des Grossen, veranlasste den Bau der ersten Kirche an der Stelle der heutigen Galluskapelle. Der Abt von St. Gallen hatte das Kollaturrecht, d.h. er ernannte aus einem Dreiervorschlag den Pfarrer. Taufe, Messebesuch und ein christliches Begräbnis waren für die mittelalterlichen Menschen zum Erlangen des Seelenheils absolut erforderlich. Als Entschädigung für diese kirchlichen Dienste hatte das Kloster das Recht auf den Zehnten. Bis ins 15. Jahrhundert …

Ja, so beginnt der geschichtliche Überblick. Den ganzen Beitrag «Aus der Geschichte der Kirchgemeinde Stammheim» finden Sie hier.